Burnout

 

Das "Ausgebranntsein" bezeichnet eine besonders ausgeprägte, berufliche und/oder familiäre Erschöpfung. Das Burnout-Syndrom ist wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt, sondern wird in der internationalen Klassifikation der Erkrankungen als ein Problem der Lebensbewältigung aufgeführt.

Die Fachwelt streitet seit langem darüber, ob Burnout eine Krankheit oder einfach nur ein  Phänomen unserer Zeit ist. Tatsächlich ist die Symptomatik keine neue Erscheinung. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung in Europa, traten die Symptome vermehrt auf und wurden damals unter dem Begriff "Neurasthenie" diagnostiziert.

Folglich scheinen sich Perioden großer gesellschaftlicher Umwälzungen und die damit verbundenen Anpassungsmechanismen durchaus auf das seelische Gleichgewicht auszuwirken, wobei manche Menschen widerstandsfähiger sind als andere.  

 

Die Ursachen für Burnout lassen sich im persönlichen, im sozialen als auch im gesellschaftlichen Bereich finden.

Betroffene sind sich der eigentlichen Problematik nicht bewußt bzw. verdrängen sie lange Zeit. Unglücklicherweise wird von vielen erst Hilfe in Anspruch genommen, wenn gar nichts mehr geht und der Körper auf      "Not aus" geschaltet hat. Dieses Stadium ist nicht selten lebensbedrohend.

Zur Erklärung:

Burnout verläuft in Phasen, die allgemein und sehr vereinfacht wie folgt zusammengefasst werden können:

  1. Enthusiasmus: Beginn der Tätigkeit mit großem Idealismus und guten Vorsätzen

  2. Stagnation: Das Handeln erzielt keine Fortschritte, evtl. sogar Rückschritte

  3. Frustation: Zynisches Verhalten gegenüber Klientel, Kollegen, Familienmitgliedern, usw.

  4. Apathie: Die (berufliche) Tätigkeit kann nur noch mit großer Anstrengung ausgeübt werden und die Betroffenen haben keine Motivation mehr für neue Ziele. Weiterhin fehlt das Bewusstsein für die eigene Situation und erste Anzeichen körperlicher Erschöpfung treten auf.

 

Das Stichwort im Zusammenhang mit Burnout ist allgemein "Stress". Den haben wir wohl alle irgendwie bzw. ab und zu und grundsätzlich ist er in dosierter Form auch nicht ungesund.

In der Burnout-Beratung bzw. -prävention analysieren wir Ihren Stress. D.h. welche Qualität hat er, wie entsteht er? Oftmals besteht ein Konflikt zwischen Ihrem individuellem Wunschbild (z.B. der Anspruch an sich selbst) und der Realität. Das gilt es zu durchleuchten, denn eine große Diskrepanz zwischen beiden führt zu großer emotionaler Enttäuschung, die schlußendlich als körperliche Krankheit oder auch im Burnout enden kann.

Eventuell möchten Sie wissen, warum Sie Stress haben oder ihn reduzieren? Vielleicht haben Sie das Gefühl, sich in einer Burnout-Phase zu befinden oder Sie haben bereits eine Diagnose und benötigen eine begleitende Therapie?

Ich biete Ihnen gerne meine Unterstützung an.