Heilpraktiker für Psychotherapie

Der „normale“ oder auch medizinische Heilpraktiker ist in Deutschland inzwischen allgemein anerkannt. Für bestimmte heilkundliche Verfahren gehen viele Menschen inzwischen zum Heilpraktiker.

Der speziell auf dem Gebiet der Psychotherapie ausgebildete Heilpraktiker ist dagegen noch nicht so bekannt. Er hat als einziger, neben den niedergelassenen ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten die staatliche Genehmigung, mit psychotherapeutischen Methoden psychische Erkrankungen zu heilen.

Beim zuständigen Gesundheitsamt legt er dafür eine Prüfung ab, in der er unter anderem sein Wissen darüber nachweisen muss, welche psychischen Erkrankungen er behandeln darf und welche Krankheitsbilder nicht unter seine Kompetenz fallen. Das bedeutet, dass er genau differenzieren muss, welche Erkrankungen auf jeden Fall ärztliche Behandlung erfordern und eventuell einer pharmakologischen Behandlung bedürfen.

Nach bestandener Prüfung erhält er die sogenannte „Heilerlaubnis, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ und ist berechtigt, eine Privatpraxis zu führen.

Die Bezeichnung Heilpraktiker für den Bereich der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) steht für einen geschützten und überprüften Beruf.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie unterliegt der gleichen Schweigepflicht wie Ärzte und psychologische Psycho-therapeuten.